Patenprojekt
"Große helfen Kleinen"
Unser
Armutsbild ist durch Bilder absoluter Not und Elend in Ländern der dritten Welt
geprägt und verhindert oft genug Erscheinungen gleichen Ausmaßes vor der
eigenen Haustür wahrzunehmen. Man fährt ja nicht täglich durch die
Stadtteile, in denen die betroffenen Kinder leben.
Kinderarmut
hat in Deutschland kaum ein Gesicht, sie ist nur mit sensibilisierter
Aufmerksamkeit erkennbar. Betroffene fühlen sich einem großen Druck ausgesetzt
ihre Armut zu verbergen. Statussymbole wie Handy und Markenklamotten sieht man,
nicht aber den Hunger, den manches Kind schon frühmorgens quält. Sichtbar wird
Armut erst bei den zahlreichen in Deutschland eingerichteten Tafeln und die
wachsende Zahl der Nutzer.
In
NRW lebt fast jedes vierte Kind in einem armutsbetroffenen Haushalt, das sind
ca.800.000 Kinder. (Sozialbericht 2007 der Landesregierung NRW). Besonders hoch
sind Armutsrisiken bei Kindern mit
einem
allein erziehenden Elternteil
erwerbslosen
Eltern
Migrationsintergrund
mehr
als zwei Geschwister
Aber
auch bei jedem 6. Vollzeitalleinverdiener mit Kindern im Haushalt reicht das
Einkommen nicht aus, um dem Armutsrisiko zu entgehen. (Quelle: Geschäftsbericht
2007 des Deutschen Kinderschutzbundes Landesverband NRW e.V.)
Forschungsergebnisse
zeigen auf, dass arme Kinder eher eine starke Beschränkung der Erfahrungs-
Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten erfahren, die mit der Verringerung ihrer
Chancen einhergehen, ihre individuellen Anlagen zu entfalten und sie für sich,
aber auch für die Gesellschaft einzusetzen.
Die Experten sind sich einig: Der Schlüssel zum Öffnen der Tür, die aus der Armut herausführt liegt im Bildungsbereich. Aber nicht nur die Schulbildung ist Basis für Entwicklung von Kindern, auch im außerschulischen Bereich oder schon im Vorschulalter werden Kinder durch soziale Kontakte und gemeinsame Freizeitaktivitäten geprägt. Hier dürfen Kinder aus armen Familien nicht von ausgeschlossen werden. Hierzu nur ein paar Anhaltspunkte: Arme Kinder haben nur zu 33% Sportfreunde, die anderen hingegen 57,5%, Freunde zu Hause zu empfangen gelingt nur 63,5% gegenüber 82,6%.
Der
Kinderschutzbund Hennef möchte mit seinem Patenprojekt "Große helfen
Kleinen" Kindern aus bedürftigen Familien genau diese Erfahrungen
ermöglichen. Vorgesehen
sind Freizeit- und Fördermaßnahmen wie etwa Selbstverteidigungs- oder
Schwimmkurse, die Mitgliedschaft im Sportverein oder bei einer
Jugendorganisation. Gefördert werden ausschließlich Mädchen und Jungen bis 16
Jahre. Ausgesucht werden die Mädchen und Jungen, denen das Patenprojekt helfen
will, nach der finanziellen Bedürftigkeit. Unterstützt wird das Projekt vom
Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Hennef.
Wie
Sie spenden können:
Spendenbeiträge
überweisen Sie bitte auf das Sonderkonto des Kinderschutzbundes Hennef :
Volksbank
Rhein-Sieg
Kto.Nr. 376 064 7011
BLZ 380 601 86
mit dem Verwendungszweck „Patenprojekt“